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    Canyoning – Sport für starke Nerven

    Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von einmalige-erlebnisse.de und stellt Canyoning einmal aus der Schnupper-Perspektive dar:

    Wer an einer Canyoning-Tour teilnehmen möchte, sollte ein guter Schwimmer sein, über normale Bewegungsfähigkeit  und  Trittsicherheit verfügen. Schwindelfrei muss man beim Canyoning auf jeden Fall sein und keine Schwierigkeiten damit haben auch einmal aus vier Metern abzuspringen. Viel mehr wird bei einer geführten Canyoning-Tour aber dann meist doch nicht erwartet. Auf jeden Fall ist es ein Sport, der das Adrenalin zum Kochen bringen kann.

    Um erst einmal zu erfahren, wie es beim Canyoning zugeht, können Einsteigerkurse belegt werden. Angeboten werden aber auch Kurse für Fortgeschrittene und für ganz Mutige gibt es auch extremere Touren. Allen gemein ist: Bei einer Canyoning-Tour bleibt kein Auge trocken und das Wort Langeweile wird man getrost aus dem Gedächtnis löschen können.

    Der Start zum neuen Hobby

    Das Abenteuer kann beginnen, wenn Du mit Ausrüstung und Grundtechniken bekannt gemacht worden sind. Du wirst Berge erklimmen, tiefe Schluchten durchwandern und Wasserfälle werden neben Dir dröhnen, wenn du dich abseilst. Beim Canyoning erlebst du den puren Nervenkitzel. Lass Dich auf das große Abenteuer ein, wenn Du das Leben neu erfahren möchtest. Alle Sinne werden bei diesem außergewöhnlichen Sport in Aktion gesetzt. Du wirst rutschen, schwimmen, springen und klettern, was das Zeug hält. Beim Canyoning merkst du, wo deine Grenzen liegen und so manches Mal wirst du über dich hinauswachsen. Die Natur bietet dir hier in ihrer ursprünglichen Form alles, was du erleben willst.

    Jeder kann es schaffen

    Im Leben gibt es immer mehrere Möglichkeiten und niemand braucht dem anderen etwas zu beweisen. Es werden viele unterschiedliche Canyoning-Touren angeboten. Von der Einsteiger-Tour bis zur Extrem-Tour ist für jeden Geschmack etwas dabei und jeder kann etwas Passendes finden. Schau Dich bei Anbietern wie Einmalige Erlebnisse einmal nach den Touren um, die angeboten werden. Wer beim Canyoning seine Vorliebe zum Klettern entdeckt, kann auch einen Kletter-Kurs oder einen Parkours im Hochseilgarten ausprobieren. Auch dort gibt es Nervenkitzel in Hülle und Fülle.

    Beim Canyoning werden zwei Eigenschaften immer mehr an Wichtigkeit gewinnen – Vertrauen und Teamwork. Betrachte Canyoning als eine Herausforderung, die auch Dein Selbstbewusstsein stärken wird. Nutze dabei die Möglichkeit deinen Mut, deinen Willen und die eigene Sportlichkeit auf die Probe zu stellen – ein Erlebnis, das dich auch im Alltag beflügeln wird.

    Neues Canyoning-Buch soll durch Crowdfunding finanziert werden

    Die Canyoning-Fans im deutschsprachigen Raum erwarten schon seit mehreren Jahren mehr oder weniger gespannt das neue Canyoning-Lehrbuch von Stefan Hofmann. Um es zu realisieren, setzt Stefan jetzt auf die Crowd – und sucht Unterstützer über das Crowdfunding Portal Startnext.Insgesamt 3000 Euro sollen so zusammen kommen – klappt diese Finanzierung verspricht Stefan das Erscheinen des Buches noch in diesem Jahr!

    Wer das multimediale Buch-DVD-Projekt mit einem Beitrag unterstützt, bekommt dafür etwas zurück: Von der Namensnennung im Buch (10 Euro) bis hin zur signierten Ausgabe des Buchs/DVD mit Möglichkeit eines einseitigen Inserats für 500 Euro. Mitmachen kann man auf der Projektseite bei Startnext, die Finanzierungsphase läuft noch bis 6. April.

     

    Wasserdichte Kameras für Canyoning, Kajak und mehr

    Schwierige Lichtbedingungen (vor allem Dunkelheit und Schlaglichter) und vor allem natürlich das Wasser machen das Fotografieren im Canyon zur recht anspruchsvollen Aufgabe. Wer sein Equipment nicht aufwendig in wasserdichten Behältern wie Tonnen oder Peli-Cases verpacken (und für jedes Bild immer wieder neu hervorkramen) will, ist mit einer wasserdichten (Kompakt)Kamera gut beraten. Im Forum des Deutschen Canyoning Verein nennt Wolfgang mit Eintrag vom 14.2. eine aktuelle Auswahl und verweist auf ein Vergleichsportal. Als seinen Favoriten bezeichnet Wolfgang die Olympus TG-820.

    Die wasserdichten Kompakten bieten den Vorteil, dass sie in jeder Situation einsatzbereit sind, d.h. auch im Sprühnebel eines Wasserfalles, bei Schwimmstrecken etc. Sie sind klein und handlich, man kann sie leicht um den Hals tragen oder in den Neo stecken, ohne dass sie groß stören. Natürlich geht diese Kompaktheit zu Lasten der Optik, allerdings sind bei einigermaßen gutem Licht hier meiner Meinung nach schon sehr gute Ergebnisse möglich. Problematisch können Tropfen auf der Abdeckung der Linse sein. Hier hilft ein kleines Läppchen zum Wegwischen oder das Auftragen von Spüli oder anderen Mitteln, die Wasser abperlen lassen.  Der Effekt ist allerdings vorübergehend, ein wirklich immer funktionierendes “Geheimrezept” scheint noch nicht gefunden.

    Ich selbst habe mich bislang gegen eine wasserdichte Kamera entschieden. Im Canyon oder beim Kajakfahren benutze ich die Canon G12 mit wasserdichtem Gehäuse. Der Vorteil dieser Lösung liegt meiner Meinung nach in der höheren optischen Qualität der Bilder. Dagegen sprechen das Volumen der Kamera-Gehäuse-Kombi. Und, wie bei den Kompakten, muss man gegen die Tropfen auf “der Linse” kämpfe – die ich immer mit einem kleinen Fensterwischtuch abtupfe. Was in sehr aquatischer Umgebung allerdings oft kaum noch möglich ist.

    Sinterträume in Laos

    Dass man in Laos klettern kann, hören wir zum ersten Mal in Thailand. Auf dem Boot von Krabi nach Koh Yao Noi erzählt uns ein junger Amerikaner von Vang Vieng: tolle Routen und kaum Leute. Ein knappes Jahr später machen wir uns auf den Weg: Von Bangkok über Chang Mai in Nordthailand, wo wir einige Tage im Klettergebiet Crazy Horse verbringen, geht es nach Luang Prabang und weiter nach Vang Vieng. Der kleine Ort am Nam Song Fluss ist in den letzten Jahren ein Hotspot für Backpacker geworden – die tagsüber auf aufgeblasenen LKW-Schläuchen den Fluss hinunter schippern und abends in den zahlreichen Bars feiern. Zum Glück interessiert sich kaum jemand fürs Klettern – was uns freie Routenwahl in den Wänden beschert hat. Was die Felsen rumd um Vang Vieng zu bieten haben, seht ihr in meiner Audio-Slideshow:

    Canyoning in Nepal: Mint tea oder Coca Khola?

    Syange Khola ©srauch

    Im Frühjahr 2011 hat in Nepal – zum ersten Mal in Asien überhaupt – ein internationales Canyoning-Treffen stattgefunden. 170 Canyonisten aus 12 Nationen sind dem Lockruf aus dem Himalaya gefolgt: Zu tollen Granitcanyons bei Syange im Marsyangdi-Tal, auf dem ersten Teilstück der berühmten Annapurna-Umrundung.
    Was es mit Pfefferminztee und Khola auf sich hat, lest ihr in meinem Artikel für die Canyon Post.

    Canyoning auf Sardinien: Bacu Sa Figu

    Der Bacu Sa Figu ist einer der wenigen Canyons auf Sardinien, die ganzjährig Wasser führen. Als wir ihn am 10. November 2010 gehen, ist der Wasserstand in der Schlucht optimal: Über die zahlreichen Abseilstellen schießt genug Wasser um ordentlich geduscht zu werden, doch an keiner Stelle wird das Wasser zum Kriterium – auch nicht in der engen Rinne auf etwa Schluchtmitte.

    Der Bacu Sa Figu ist mit seinem rosafarbenen Granitgestein eine absolut lohnende Tour, bei der sich offene mit eingeschnittenen Passagen abwechseln. Im letzten Schluchtsbschnitt lassen sich einige Hindernisse auf einem, anfangs linksufrigen, Pfad umgehen. Diese Wegspur wechselt einige Male die Bachseite. Vor allem im Herbst sollte man genug Zeit einplanen, da besonders der Anmarsch auf der seit einigen Jahren nicht mehr befahrbaren Zufahrtsstaße (ab Abzweig hinter Talana) und das Rauslaufen zum unten Parkplatz einiges an Zeit fressen.

    Eindrücke von dieser Tour zeigt Wolfgang  in einem Video auf youtube.

    Canyoning auf Sardinien: Codula Orbisi und Grotta Donini

    In der zweiten Novemberwoche war ich zusammen mit Freunden vom Deutschen Canyoningverein auf Sardinien. Unser Ziel waren natürlich die Canyons, die es auf Sardinien sowohl im Kalk als auch Granitgestein gibt. Zwei Highlights im Kalk sind auf jeden Fall der Codula Orbisi und die Grotta Donini.

    Codula Orbisi, Sardinien ©srauch

    Der Codula Orbisi ist ein Zufluss zum Flumineddu. Die Schlucht schneidet sich mit faszinierenden Formen in das helle Gestein. Die meiste Zeit des Jahres fließt kein Wasser, jedoch sind die Becken gefüllt, bei unserer Begehung im November sogar mit relativ klarem Wasser. Auf einem kurzen Stück fließt der Codula Orbisi durch eine Höhle, so dass man Stirnlampen braucht. Sportlicher Höhepunkt ist ein Abseiler der im Bachbett vor einer ca. 5 Meter hohen Felswand endet. Hier ist zwar eine massive Kette auf einiger Höhe als Aufsteigshilfe installiert, es ist jedoch besser, wenn der Erste eine Seilbahn baut.

    Die Grotta Donini ist eine Durchgangshöhle, die nahezu parallel zu Codula Orbisi verläuft. Sie führt das ganze Jahr über Wasser. Ihr Einstieg liegt direkt am Rande des Bachbetts des Codula Orbisi – ein kleines Loch im Fels  mit weniger als einem Meter Durchmesser. Dieser kleine, sieben Meter tiefe Schacht lässt nicht ahnen, welche großen Hallen und langen Wassergänge sich im Inneren der Grotta Donini auftun. Den spannenden Abschluss dieser aquatischen Höhlentour bildet ein 50m-Abseiler, der aus der Grotta fast direkt wieder zum Codula Orbisi führt.

    Wolfgang zeigt auf youtube ein  Video (1.Teil) über unsere Begehung der Grotta Donini. Den 2.Teil gibt es hier.

    Die Fahrt zum Cuile Sedda Arbaccas, dem Ausgangspunkt für beide Touren am Ende einer mit normalen Autos gerade noch befahrbaren Piste, lohnt sich auch, wenn man weder Canyon noch Höhle machen will: Rund um die Schluchten gibt es wunderschöne alte Bäume, große, knorrige Steineichen und  Eiben mit dicken Dächern aus Ästen und Zweigen, die das Casting für jeden Märchenfilm gewinnen würden.

    Bolivien: Huayna Potosi 6088m – 2.Tag

    Huayna Potosi 6088m, Cordillera Real, Bolivia, Bild: b.schwarz

    In der Nacht legt sich der Wind. Als wir um drei Uhr am Beginn des Gletschers Steigeisen und Gurte anziehen, funkeln über uns die Sterne im schwarzen Nachthimmel. Die Luft ist kalt, aber nicht eisig, uns ist einigermaßen warm. Wir gehen mit jeweils einem Pickel und einem Teleskop-Skistock. Die Zacken der Steigeisen  bohren sich in den hartgefrorenen Schnee. Die Spur zieht erst steil den Hang hinauf, später macht sie weitere Bögen und wird flacher. Immer wieder steigen wir über kleinere Spalten. Am Campo Argentino, einem möglichen Hochlager auf rund 5.500m, laufen wir in einen Kessel. Die Höhe macht uns nach wie vor keine Probleme, nur als wir uns einen Müsliriegel teilen, wird uns beiden schon von den wenigen Bissen leicht übel.

    Kurz vor Ende des Kessels zieht die Spur steil nach rechts, wir nähern uns der besagten Steilstufe. Hier muss ein rund 50 Grad steiler Hang gequert werden, der unten in einer großen Spalte endet. Nacheinander steigen wir in der schon vorhandenen Spur hinauf und sichern uns gegenseitig. Der Wind ist wieder stärker geworden und als wir am Ende der Steilstufe einen Gratrücken erreichen, bläst es brutal. Hände und Füße sind unsere Schwachstellen, wie wir bald merken. Am Übergang zwischen den Fleecehandschuhen und der Windstopperjace, kriecht die Kälte langsam die Unterarme hoch. Die Zehenspitzen in den Bergschuhen werden etwas taub, aber es lässt sich aushalten, wir gehen weiter und warten, dass die Sonne aufgeht.

    Die Sonne kommt gegen 6 Uhr heraus. Erst taucht sie das Weiß von Schnee und Eis in wames orange, doch schon kurze Zeit später ist es taghell. Wir queren unter der Gipfelflanke, bald sehen wir die anderen drei Deutschen und den bolivianischen Guide oben am Grat.

    Als wir selbst den Grat erreichen, kommen uns die anderen schon entgegen. Wir steigen entlang einer gefrorenen Wächte in Richtung Gipfel. Steckt man den Kopf über die Wächte, stürmt einem der Wind von der Nordseite entgegen. Auf unserer, der Sonnenseite, ist es zum Glück fast windstill. Die Spur ist schmal, oft nicht breiter als ein Meter. Immer wieder ragen auch Felsen aus dem Eis heraus, über die wir klettern müssen.

    Um kurz vor acht stehen wir am Gipfel.  Die Sonne scheint, es ist einigermaßen windstill, wir schauen Richtung La Paz und auf die umliegenden Gipfel. Es ist einer dieser Tage, an denen man abends ins Bett steigt, sofort einschläft und nicht eine Sekunde nachgrübelt, was noch hätte sein können.

    Huayna Potosi 1.Tag

    Bolivien: Huayna Potosi 6088m -1.Tag

    Unsere Tour auf den 6088 Meter hohen Huayna Potosi in Boliviens Cordillera Real Anfang Juli 2010 beginnt in der Calle Sagárnaga in La Paz. Im kleinen Büro der Bergsportagentur von Adolfo Andino kaufen wir einen Taxi-Transfer von La Paz zum Zongo Pass, dem üblichen Ausgangspunkt für die Besteigung.  Wir sind überrascht, dass Adolfo nicht versucht, uns einen Guide oder Ausrüstung zu vermitteln. Stattdessen malt er mit einem Filzstift die Route auf eine Glasplatte, unter der ein Foto vom Huayna liegt. Er zeigt die Hütte am Campo Rocas auf knapp 5.200 Metern, den Beginn des Gletschers kurz danach, die Steilstufe und schließlich den Gipfelgrat. “Die meisten brechen gegen 2 Uhr nachts von der Hütte auf”, sagt Adolfo, “und sind spätestens um 9 Uhr am Gipfel.” Mit dem Daumen wischt er den Filzstift von der Glasplatte und wünscht viel Glück.

    Jaime, ein Fahrer der Agentur, bringt uns am nächsten Tag zum Zongo Pass.  Ein weißes und zwei schwarze Lamas zupfen an gelben Grashalmen zwischen den Steinen neben der Piste. Für einen Moment schauen sie der Staubwolke nach, die Jaimes Mitsubishi auf der Piste aufwühlt, dann zupfen sie gemächlich weiter. Die Menschen mit den dunklen Sonnenbrillen und großen Rucksäcken, die hier fast jeden Tag von lauten Blechkisten ausgespuckt werden, nehmen sie mit freundlichem Desinteresse hin.

    Lama, Cordillera Real, Bolivia, Bild: b.schwarz

    Der Weg zum Campo Rocas, dem Basislager für den Aufstieg zum Gipfel am nächsten Tag,  ist nicht zu verfehlen.  Ein kurzes Stück läuft er parallel zur Passstraße, dann biegt er in Richtung einer Gletschermoräne, erklimmt deren Kamm und zieht dann steil durch Geröll und Felsblöcke zur Hütte. Am Ende der Moräne warten zwei junge Bolivianerinnen in einem gelben Zelt, dass  groß und hoch genug für einen Tisch und Stühle ist. Die beiden schreiben Namen und Passnummern in ein Buch und kassieren 10 Bolivianos pro Person für ein sogenanntes “Derecho de Escalada”.

    Schritt für Schritt und vorsätzlich langsam steigen wir durch das Geröll in Richtung der Hütte. Immer wieder zerrt der Wind an unseren Mützen und den Rucksäcken. Der Gipfel des Huayna Potosi liegt in Wolken, das Wetter ist nicht optimal. Nach knapp drei Stunden ab dem Pass erreichen wir die Hütte. Sie steht auf einem kleinen Vorsprung. Um sie herum liegen große und kleine Felsblöcke wie zufällig in die Landschaft gewürfelt. Der Campo Rocas ist einer der letzten schneefreien Plätze beim Aufstieg zum Huayna Potosi, knapp 50 Meter hinter der Hütte beginnt schon der Gletscher.

    Eigentlich wollen wir draußen zelten, doch weil die Hütte leer ist und der Wind immer stärker wird, entscheiden wir uns in der Hütte zu bleiben. Wir zahlen 100 Bolivianos an den Hüttenwirt, der kurze Zeit später mit seinem kleinen schwarzen Pudel in Richtung Zongo Pass aufbricht und erst spät abends zurückkehren wird. Wir verstauen unsere Rucksäcke auf dem Dachboden, breiten unsere Schlafsäcke auf den dünnen Schaumstoffmatten aus.  Es ist zwei Uhr nachmittags. Wir essen ein bißchen Kuchen aus La Paz, stellen die Leichtsteigeisen auf die Größe unserer Bergschuhe ein. Und frieren. Wir lesen die Kritzeleien an den Holzwänden der Hütte. Für viele Touristen scheint der Gipfel die Herausforderung ihres Lebens gewesen zu sein.

    Später kommen noch Max aus Rosenheim und ein Paar aus Franken, das mit einem Guide unterwegs ist. Max war bei den Gebirgsjägern und möchte Forstwirtschaft studieren. In Chile hat er als Praktikum zusammen mit Mapuche-Indianern Bäume gefällt, jetzt reist er alleine durch Bolivien und Peru. Für den Huayna hat er sich in La Paz Gamaschen für seine Bergschuhe nähen lassen. Eine Kombination aus Nylon-Damensöckchen als erste Lage, einer Plastiktüte als zweite und Bergsocken darüber soll außerdem die Füße warmhalten.

    Huayna Potosi 2.Tag

    Wildkopf – Skitourengebiet Potsdamer Hütte

    Zur Wildkopfscharte ©mhaaken

    Lange Hatscher, welliges Gelände und erst zum Schluss ein bißchen steil: Die Touren rund um die Potsdamer Hütte im Sellrain sind ein gutes Ziel für Ski-Wanderer, Genuss-Skifahrer oder einfach Tage mit weniger guten Bedingungen. Der lange Marsch beginnt meist schon ab der so genannten Eisbrücke, die man vom Abzweig in Sellrain in wenigen Auto-Minuten erreicht. Am 20.März 2010 war die Straße noch komplett schneebedeckt und mit Ketten eigentlich gut zu befahren – wenn sich der Frühling noch ein bißchen zurückgehalten hätte: Um ein Uhr mittags war der Schnee so durchweicht, dass sich unser Auto nach der Hälfte der Strecke nur noch eingrub, ohne festen Halt zu finden – die fehlenden Meter bis zum Gasthof Bergheim sind wir dann also doch noch gelaufen.

    Ab dem Bergheim (1464m)  zieht sich eine recht endlose Forststraße das Fotscher Tal bis kurz vor die Potsdamer Hütte (2020m) hinauf. Die Hütte selbst steht auf einer kleinen Anhöhe – sie liegt  für die Touren im hinteren Talboden nicht direkt am Weg, ist aber in 5 bis 10 Minuten zu erreichen.

    Zum Wildkopf (2720m) läuft man im Tal erst einmal ohne Höhengewinn geradeaus weiter. An einem Wegkreuz geht es – endlich – in südlicher Richtung einen Hang hinauf. Mal steiler, dann wieder flacher steigt man immer weiter durch welliges Gelände bis zu einem kleinen Sattel. Das Gipfelkreuz des Wildkopfs ist von hier schon deutlich auszumachen, hinauf geht es in einer recht steilen Rinne bis in die Wildkopfscharte (2600m), von dort zu Fuß über den Grat bis zum Gipfel. Der Skitourenführer “Sellrain” von Rudolf und Siegrun Weiss beschreibt den Auftstieg in einer noch näher zum Gipfel heranführenden Rinne – bei unserer Tour war die Spur zur Wildkopfscharte gelegt und ich denke auch, dass das die heute übliche Routenführung ist.

    Wildkopfscharte mit Fußweg zum Gipfel ©srauch

    Die Abfahrt verläuft auf der Anstiegsroute in tollem Skigelände. Im  einzigen Steilstück, der Rinne zur Wildkopfscharte, war der Schnee sehr gut verdichtet und leicht abzufahren. Weiter unten hatte die Sonne schon einiges geleistet und den Schnee leider recht weich und anfällig fürs Einbrechen gemacht (Abfahrt von der Scharte am 21.3. gegen 12 Uhr).