Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Skitouren in Osttirol: Saisonauftakt mit Neuschnee und Festival

In Lienz in Osttirol hat am vergangenen Wochenende (6.-8.Dezember) das “2. Austria Skitouren-Festival” stattgefunden. Los ging es am Freitag mit einem Sprint-Skitouren-Rennen im Skigebiet Zettersfeld. Das heißt, wer sich fit genug – und nicht zu schade für die Piste fühlte – konnte hier zeigen, wie fix er oder sie am Berg unterwegs ist – und zwar im Aufstieg. Profis bewundern konnte man dann auch abends in der Lienzer Dolomitenhalle: Bei der Eröffnung des Festivals war Extrem-Bergsteiger Christian Stangl ebenso dabei, wie die Freeride-Profis Samuel Anthamatten und Thomas Gaisbacher, die ihren neuen Film zum Steilwand-Skifahren präsentierten.

Einsteigerskitour zum Goisele ©srauch

Einsteigerskitour zum Goisele ©srauch

 

Der Samstag und Sonntag galten dann dem eigenen Erleben: Zusammen mit Bergführern gingen die Festival-Teilnehmer auf Tour. Die Kreuzspitze im Villgratental, frisch eingezuckerte Hänge rund um die Karlsbader Hütte oder leichte Einsteigertouren auf der Piste standen auf dem Programm. Außerdem konnte im LVS-Kurs des neu eingerichteten Skitourenkompetenzzentrums am Hochstein der Umgang mit Pieps, Sonde und Co. trainiert werden. Tipps zum richtigen Einschätzen von Gefahrensituationen gab Lawinenexperte Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol in seinem Referat über die Lawinengefahren beim Skitourengehen. Gut zu wissen: Für die bessere Tourenplanung haben die Tiroler mittlerweile eine App entwickelt. Und zusätzlich zur Lawinenlage werden seit diesem Jahr auch immer die derzeit aktuellen Gefahrenmuster angezeigt.

Natürlich kann man sich jetzt fragen, warum es ein Skitouren-Festival braucht. Braucht man natürlich nicht, aber das gilt ja eigentlich für nahezu jedes Event – und vor allem für jene, die die Berge als Kulisse nutzen. Aber das Skitourengehen boomt seit Jahren – mittlerweile werden in Östereich mehr Tourenskiausrüstungen als Alpin-Ski verkauft. So liegt es natürlich auf der Hand, dass Regionen, die im Winter mangels größerer Skigebiete noch ein paar Betten mehr vollbekommen möchten, auf den Skitouren-Trend setzen. Und da präsentiert sich Osttirol zu Recht als “Place to go”: Mit Highlight-Touren wie Großglockner und Großvenediger, stillen Scharten und steilen Rinnen zwischen den Kalkstein-Türmen der Lienzer Dolomiten oder “Geheimtipps” rund um das Villgratental. Und oft einer Schaufel mehr Schnee als nördlich des Alpenhauptkamms, wo derzeit ja vieles noch im Grünen liegt.

Einsame Hänge rund um die Karlsbader Hütte, ©srauch

Einsame Hänge rund um die Karlsbader Hütte, ©srauch

IMG_7406 Kopiekl

Kreuzspitze: Panorama nach Süden, ©srauch

 

Kalender “Abenteuer Canyoning”

Durch das Jahr in den Schluchten der Welt: Mein Canyoning-Kalender zeigt Adrenalin-Kitzel und Naturentdecken in Canyons weltweit.

cany Kalender Sandra n

 

 

 

 

 

 

 

Erhältlich in drei verschiedenen Formaten:

Schön groß (A3)

Klassiker (A4)

Praktisch für den Schreibtisch (Tischkalender A5)

Azoren – Canyoning am westlichsten Punkt Europas

Ich könnte jetzt einfach losrennen. Rauf auf den großen Stein, der die kleinen Kiesel vor der Abbruchkante aufstaut. Die Augen auf den Horizont und dann den entscheidenden Schritt nach vorn. Zwanzig Meter durch die Luft fliegen, mit einem Kreiseln im Bauch wie in der Achterbahn, das mit jeder Millisekunde stärker wird. Es gibt Canyonisten, die springen den letzten Abseiler des Barrosas einfach so hinunter ins Meer. Ich nicht.

Ich seile also freihängend in Richtung Wasseroberfläche, stoppe fünf, sechs Meter darüber und lasse los. Das Seil schnappt durch den Achter, ein kurzer Flug und ich platsche ins Wasser. Angenehm warm ist das Wasser des Atlantiks im Herbst vor den Azoren. Kein Wunder eigentlich, schließlich zieht der Golfstrom direkt an der Inselgruppe vorbei – und macht aus dem Meer, zumindest für Neoprenträger, eine Badewanne.

Azores_flores_barrosas_kl_srauch Kopie

Barrosas Flores/Azoren, ©srauch

 

Dass überall, wo es Canyons gibt, diese für das Canyoning eingerichtet – und mal mehr mal weniger kräftig beworben – werden, ist ja kein neues Phänomen. Auf den Azoren ist das im Rahmen eines Tourismusentwicklungsprojekts geschehen: Von vielen Ecken und Enden gefördert, soll auf den Inseln ein nachhaltiger Individualtourismus entstehen. Dazu hat man diesen Herbst Canyonisten aus aller Welt nach Flores, am Westzipfel des Archipels, eingeladen. Geboten wurde fast schon All-inclusive-Canyoning – mit markierten Wegen, Transfers zu den Ein- und Ausstiegen und einem ausgeklügelten System alle 100 Teilnehmer in den drei kleinen Hotels der Inselhauptstadt Santa Cruz – knapp 2000 Einwohner – unterzubringen.

Mehr als 40 Canyons wurden in den letzten Jahren allein auf Flores eingerichtet. Ein Großteil von ihnen beginnt als wenig eingeschittene, doch mit ihrem dichten, tropischen Grün beeindruckende Waldschlucht auf dem vulkanischen Hochplateau und bricht dann mit einem spannenden, vertikalen Finale zum Meer hinunter – 100 Meter im Mouco, 120 im Ferrero und 220 Meter im Cao! Die man übrigens auch bequem vom Hafencafé in Faja Grande – zumindest optisch – erleben kann.
Doch auch in den Bergen gibt es Schluchten, die zum Teil sogar sehr viel Wasser führen. Etwa der Bandanela, der – laut den portugiesischen Canyonisten – auch in Teilstücken kaum an einem Tag zu schaffen ist.

azores ferreiro kl Kopie

Ferreiro von der Lagoa das Patas, Flores/Azoren, ©srauch

100-Meter mit zwei Umsteigern, Mouco Flores/Azoren, ©srauch

100-Meter mit zwei Umsteigern, Mouco Flores/Azoren, ©srauch

Flores ist auf den Azoren der Haupt-Spot fürs Canyoning, doch auch auf Sao Jorge, Sao Miguel, Sta. Maria, Faial und Terceira gibt es eingerichtete Touren, wobei neben Flores sicher Sao Jorge das interessanteste Gebiet ist.

Viele Infos zum Canyoning auf den Azoren gibt es bei den Canyonauten

Canyoning: Seiltechnik-Workshop in der Fränkischen Schweiz

Seiltechniken fürs Canyoning kann man auch im Trockenen Üben, zum Beispiel im Hirschbachtal in der Fränkischen Schweiz. Dort haben sich die Aktiven des Deutschen Canyoning Vereins zum Workshop getroffen und unter kundiger Anleitung verschiedenste Techniken geübt: wie man am einfachsten lösbare Verbindungen einrichtet, Seilgeländer spannt oder warum eine Handsteigklemme supergut als Rücklaufsperre funktioniert und vieles mehr.

Canyoning – Sport für starke Nerven

Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von einmalige-erlebnisse.de und stellt Canyoning einmal aus der Schnupper-Perspektive dar:

Wer an einer Canyoning-Tour teilnehmen möchte, sollte ein guter Schwimmer sein, über normale Bewegungsfähigkeit  und  Trittsicherheit verfügen. Schwindelfrei muss man beim Canyoning auf jeden Fall sein und keine Schwierigkeiten damit haben auch einmal aus vier Metern abzuspringen. Viel mehr wird bei einer geführten Canyoning-Tour aber dann meist doch nicht erwartet. Auf jeden Fall ist es ein Sport, der das Adrenalin zum Kochen bringen kann.

Um erst einmal zu erfahren, wie es beim Canyoning zugeht, können Einsteigerkurse belegt werden. Angeboten werden aber auch Kurse für Fortgeschrittene und für ganz Mutige gibt es auch extremere Touren. Allen gemein ist: Bei einer Canyoning-Tour bleibt kein Auge trocken und das Wort Langeweile wird man getrost aus dem Gedächtnis löschen können.

Der Start zum neuen Hobby

Das Abenteuer kann beginnen, wenn Du mit Ausrüstung und Grundtechniken bekannt gemacht worden sind. Du wirst Berge erklimmen, tiefe Schluchten durchwandern und Wasserfälle werden neben Dir dröhnen, wenn du dich abseilst. Beim Canyoning erlebst du den puren Nervenkitzel. Lass Dich auf das große Abenteuer ein, wenn Du das Leben neu erfahren möchtest. Alle Sinne werden bei diesem außergewöhnlichen Sport in Aktion gesetzt. Du wirst rutschen, schwimmen, springen und klettern, was das Zeug hält. Beim Canyoning merkst du, wo deine Grenzen liegen und so manches Mal wirst du über dich hinauswachsen. Die Natur bietet dir hier in ihrer ursprünglichen Form alles, was du erleben willst.

Jeder kann es schaffen

Im Leben gibt es immer mehrere Möglichkeiten und niemand braucht dem anderen etwas zu beweisen. Es werden viele unterschiedliche Canyoning-Touren angeboten. Von der Einsteiger-Tour bis zur Extrem-Tour ist für jeden Geschmack etwas dabei und jeder kann etwas Passendes finden. Schau Dich bei Anbietern wie Einmalige Erlebnisse einmal nach den Touren um, die angeboten werden. Wer beim Canyoning seine Vorliebe zum Klettern entdeckt, kann auch einen Kletter-Kurs oder einen Parkours im Hochseilgarten ausprobieren. Auch dort gibt es Nervenkitzel in Hülle und Fülle.

Beim Canyoning werden zwei Eigenschaften immer mehr an Wichtigkeit gewinnen – Vertrauen und Teamwork. Betrachte Canyoning als eine Herausforderung, die auch Dein Selbstbewusstsein stärken wird. Nutze dabei die Möglichkeit deinen Mut, deinen Willen und die eigene Sportlichkeit auf die Probe zu stellen – ein Erlebnis, das dich auch im Alltag beflügeln wird.

Neues Canyoning-Buch soll durch Crowdfunding finanziert werden

Die Canyoning-Fans im deutschsprachigen Raum erwarten schon seit mehreren Jahren mehr oder weniger gespannt das neue Canyoning-Lehrbuch von Stefan Hofmann. Um es zu realisieren, setzt Stefan jetzt auf die Crowd – und sucht Unterstützer über das Crowdfunding Portal Startnext.Insgesamt 3000 Euro sollen so zusammen kommen – klappt diese Finanzierung verspricht Stefan das Erscheinen des Buches noch in diesem Jahr!

Wer das multimediale Buch-DVD-Projekt mit einem Beitrag unterstützt, bekommt dafür etwas zurück: Von der Namensnennung im Buch (10 Euro) bis hin zur signierten Ausgabe des Buchs/DVD mit Möglichkeit eines einseitigen Inserats für 500 Euro. Mitmachen kann man auf der Projektseite bei Startnext, die Finanzierungsphase läuft noch bis 6. April.

 

Wasserdichte Kameras für Canyoning, Kajak und mehr

Schwierige Lichtbedingungen (vor allem Dunkelheit und Schlaglichter) und vor allem natürlich das Wasser machen das Fotografieren im Canyon zur recht anspruchsvollen Aufgabe. Wer sein Equipment nicht aufwendig in wasserdichten Behältern wie Tonnen oder Peli-Cases verpacken (und für jedes Bild immer wieder neu hervorkramen) will, ist mit einer wasserdichten (Kompakt)Kamera gut beraten. Im Forum des Deutschen Canyoning Verein nennt Wolfgang mit Eintrag vom 14.2. eine aktuelle Auswahl und verweist auf ein Vergleichsportal. Als seinen Favoriten bezeichnet Wolfgang die Olympus TG-820.

Die wasserdichten Kompakten bieten den Vorteil, dass sie in jeder Situation einsatzbereit sind, d.h. auch im Sprühnebel eines Wasserfalles, bei Schwimmstrecken etc. Sie sind klein und handlich, man kann sie leicht um den Hals tragen oder in den Neo stecken, ohne dass sie groß stören. Natürlich geht diese Kompaktheit zu Lasten der Optik, allerdings sind bei einigermaßen gutem Licht hier meiner Meinung nach schon sehr gute Ergebnisse möglich. Problematisch können Tropfen auf der Abdeckung der Linse sein. Hier hilft ein kleines Läppchen zum Wegwischen oder das Auftragen von Spüli oder anderen Mitteln, die Wasser abperlen lassen.  Der Effekt ist allerdings vorübergehend, ein wirklich immer funktionierendes “Geheimrezept” scheint noch nicht gefunden.

Ich selbst habe mich bislang gegen eine wasserdichte Kamera entschieden. Im Canyon oder beim Kajakfahren benutze ich die Canon G12 mit wasserdichtem Gehäuse. Der Vorteil dieser Lösung liegt meiner Meinung nach in der höheren optischen Qualität der Bilder. Dagegen sprechen das Volumen der Kamera-Gehäuse-Kombi. Und, wie bei den Kompakten, muss man gegen die Tropfen auf “der Linse” kämpfen – die ich immer mit einem kleinen Fensterwischtuch abtupfe. Was in sehr aquatischer Umgebung allerdings oft kaum noch möglich ist.

Sinterträume in Laos

Dass man in Laos klettern kann, hören wir zum ersten Mal in Thailand. Auf dem Boot von Krabi nach Koh Yao Noi erzählt uns ein junger Amerikaner von Vang Vieng: tolle Routen und kaum Leute. Ein knappes Jahr später machen wir uns auf den Weg: Von Bangkok über Chang Mai in Nordthailand, wo wir einige Tage im Klettergebiet Crazy Horse verbringen, geht es nach Luang Prabang und weiter nach Vang Vieng. Der kleine Ort am Nam Song Fluss ist in den letzten Jahren ein Hotspot für Backpacker geworden – die tagsüber auf aufgeblasenen LKW-Schläuchen den Fluss hinunter schippern und abends in den zahlreichen Bars feiern. Zum Glück interessiert sich kaum jemand fürs Klettern – was uns freie Routenwahl in den Wänden beschert hat. Was die Felsen rumd um Vang Vieng zu bieten haben, seht ihr in meiner Audio-Slideshow:

Canyoning in Nepal: Mint tea oder Coca Khola?

Syange Khola ©srauch

Im Frühjahr 2011 hat in Nepal – zum ersten Mal in Asien überhaupt – ein internationales Canyoning-Treffen stattgefunden. 170 Canyonisten aus 12 Nationen sind dem Lockruf aus dem Himalaya gefolgt: Zu tollen Granitcanyons bei Syange im Marsyangdi-Tal, auf dem ersten Teilstück der berühmten Annapurna-Umrundung.
Was es mit Pfefferminztee und Khola auf sich hat, lest ihr in meinem Artikel für die Canyon Post.

Canyoning auf Sardinien: Bacu Sa Figu

Der Bacu Sa Figu ist einer der wenigen Canyons auf Sardinien, die ganzjährig Wasser führen. Als wir ihn am 10. November 2010 gehen, ist der Wasserstand in der Schlucht optimal: Über die zahlreichen Abseilstellen schießt genug Wasser um ordentlich geduscht zu werden, doch an keiner Stelle wird das Wasser zum Kriterium – auch nicht in der engen Rinne auf etwa Schluchtmitte.

Der Bacu Sa Figu ist mit seinem rosafarbenen Granitgestein eine absolut lohnende Tour, bei der sich offene mit eingeschnittenen Passagen abwechseln. Im letzten Schluchtsbschnitt lassen sich einige Hindernisse auf einem, anfangs linksufrigen, Pfad umgehen. Diese Wegspur wechselt einige Male die Bachseite. Vor allem im Herbst sollte man genug Zeit einplanen, da besonders der Anmarsch auf der seit einigen Jahren nicht mehr befahrbaren Zufahrtsstaße (ab Abzweig hinter Talana) und das Rauslaufen zum unten Parkplatz einiges an Zeit fressen.

Eindrücke von dieser Tour zeigt Wolfgang  in einem Video auf youtube.