Wildkopf – Skitourengebiet Potsdamer Hütte

Zur Wildkopfscharte ©mhaaken

Lange Hatscher, welliges Gelände und erst zum Schluss ein bißchen steil: Die Touren rund um die Potsdamer Hütte im Sellrain sind ein gutes Ziel für Ski-Wanderer, Genuss-Skifahrer oder einfach Tage mit weniger guten Bedingungen. Der lange Marsch beginnt meist schon ab der so genannten Eisbrücke, die man vom Abzweig in Sellrain in wenigen Auto-Minuten erreicht. Am 20.März 2010 war die Straße noch komplett schneebedeckt und mit Ketten eigentlich gut zu befahren – wenn sich der Frühling noch ein bißchen zurückgehalten hätte: Um ein Uhr mittags war der Schnee so durchweicht, dass sich unser Auto nach der Hälfte der Strecke nur noch eingrub, ohne festen Halt zu finden – die fehlenden Meter bis zum Gasthof Bergheim sind wir dann also doch noch gelaufen.

Ab dem Bergheim (1464m)  zieht sich eine recht endlose Forststraße das Fotscher Tal bis kurz vor die Potsdamer Hütte (2020m) hinauf. Die Hütte selbst steht auf einer kleinen Anhöhe – sie liegt  für die Touren im hinteren Talboden nicht direkt am Weg, ist aber in 5 bis 10 Minuten zu erreichen.

Zum Wildkopf (2720m) läuft man im Tal erst einmal ohne Höhengewinn geradeaus weiter. An einem Wegkreuz geht es – endlich – in südlicher Richtung einen Hang hinauf. Mal steiler, dann wieder flacher steigt man immer weiter durch welliges Gelände bis zu einem kleinen Sattel. Das Gipfelkreuz des Wildkopfs ist von hier schon deutlich auszumachen, hinauf geht es in einer recht steilen Rinne bis in die Wildkopfscharte (2600m), von dort zu Fuß über den Grat bis zum Gipfel. Der Skitourenführer “Sellrain” von Rudolf und Siegrun Weiss beschreibt den Auftstieg in einer noch näher zum Gipfel heranführenden Rinne – bei unserer Tour war die Spur zur Wildkopfscharte gelegt und ich denke auch, dass das die heute übliche Routenführung ist.

Wildkopfscharte mit Fußweg zum Gipfel ©srauch

Die Abfahrt verläuft auf der Anstiegsroute in tollem Skigelände. Im  einzigen Steilstück, der Rinne zur Wildkopfscharte, war der Schnee sehr gut verdichtet und leicht abzufahren. Weiter unten hatte die Sonne schon einiges geleistet und den Schnee leider recht weich und anfällig fürs Einbrechen gemacht (Abfahrt von der Scharte am 21.3. gegen 12 Uhr).

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